Tagebericht

 

Mit dem heutigen Eintrag verfolge ich nur eine Intention: Ich möchte in dem Leser ein nur allzu menschliches Gefühl hervorrufen, eins was man möglichst versucht, für sich zu behalten, denn wenn der Sturm einmal losbricht, man aus den Vollen schöpft und den nächsten Gang einlegt, kurz diese Empfindung zu Tage treten lässt, kann es schnell ungemütlich werden.

 

Denn das würde signalisieren: Dir gehts ja sooo gut, du darfst grade (immerhin schreiben wir den 1. April 2008, halb 8 Abends) auf einer noch immer sonnenüberfluteten Terasse in einem wahnsinnig bequemen Liegestuhl liegen und dich bei einem Aperitivo von den Strapazen des Tages (moment, was habe ich heute gemacht? gefrühstückt, Wäsche in die Waschmaschine gesteckt, geworkoutet, mich in Rückenlage in die Sonne gelegt, gelesen, gewendet, Musik gehört, gewendet, weiter gelesen, gewendet und Toastbrot-mäßig mmmhhh weiter rumgelegen, Essen gekocht, mit meiner family gegessen, ne Stunde lang mit meiner Gastmutter über Gott und die Welt im Allgemeinen und Kosmetik und biotechnische Alternativ-Testverfahren im Besonderen geplaudert, in den Liegestuhl gehaun und die Beine heochgelegt) erholen, kannst auf eine Woche hinausblicken, die dir noch genau 3 freie Tage schenken wird (diesen heutigen nicht mitgerechnet, das war ein ganz normaler Arbeitstag) und hach Geld gibts dafür übrigens auch noch. Um die Ecke hast du eine unglaublich tolle Gelateria, in dem es das tollste, cremigste und wortwörtlich verführerischste Eis gibt, das du jemals gegessen hast und dessen Anblick allein deine Körpertemperatur schon anhebt (Grund genug, mich mit eben genannter Köstlichkeit abzukühlen), dir stehen genügend nur zu willige Schönlinge bereit, die dir die Türe aufhalten und aufstehen, um dir den letzten freien Platz im Bus anzubieten. Du lebst im ewigen Sonnenschein zwischen Palmen und Bananenstauden und musst dir um nichts Gedanken machen, ausgenommen was du morgen denn mal kochen könntest, um das ganze etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Du kannst einfach genießen...

 

Schlechte Signale sendest du da. Gaaanz schlechte. Denn weißt du, Neid ist eine ganz fiese und gemeine Sache...

In diesem Sinne,

bis zum nächsten Mal

 

 

1.4.08 19:47

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Papa (2.4.08 00:32)
Das gönne ich Dir, meine Süße.
Gut Nacht.

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